Handyfreie Woche in der 2CS
Inspiriert von einem dreiwöchigen Experiment in ganz Österreich haben wir uns als Klasse freiwillig dazu entschlossen, eine Woche lang in der Schule auf unsere Handys zu verzichten. Unser „Handyfasten“ fand von Montag, dem 16.03.2026, bis Freitag, dem 20.03.2026, jeweils von 8:00 bis 13:45 Uhr statt.
Erfahrungsbericht von Laura, Patrik, Stefan K., Jarin und Victoria (Schüler:innen der 2CS):
Am Montag kurz vor 8:00 Uhr war die Aufregung in unserer Klasse deutlich spürbar: Unsere Klassenvorständin, Frau Professorin Obersteiner, kam mit einer großen Plastikbox in die Klasse. Dort legten wir unsere heißgeliebten Handys hinein, die anschließend den gesamten Vormittag über im Lehrer:innenzimmer aufbewahrt wurden. Der Abschied von den Smartphones fiel uns allen überraschend schwer.
Nach der fünften Stunde um 12:45 Uhr begann für einen Teil unserer Klasse eine Freistunde, und viele wollten sich etwas zu essen kaufen. Die Schüler:innen, die ihre Bankomatkarten am Handy gespeichert hatten, standen jedoch vor einem Problem: Sie würden ihre Handys erst um 13:45 Uhr zurückbekommen. Also verbrachten sie die Freistunde gemeinsam in der Klasse und nutzten die Zeit, um sich besser kennenzulernen und Spiele zu spielen. Die zweite Gruppe hatte ihre Freistunde erst um 13:45 Uhr und war davon nicht betroffen. Sie bekam die Smartphones rechtzeitig zum Start der Mittagspause zurück.
Am Dienstag verlief alles ähnlich wie am ersten Tag: Wieder legten wir vor Beginn der ersten Stunde unsere Handys in die Plastikbox. Richtig spannend wurde es am Mittwoch, denn wir unternahmen eine Exkursion zur Firma Vöslauer in Bad Vöslau. Treffpunkt war der Bahnhof Wien-Meidling, wo es ebenfalls hieß: Handyverbot! Statt auf Bildschirme zu schauen, spielten wir im Zug „Mensch ärgere dich nicht“ als Reisespiel und „Schiffe versenken“ auf Papier. Unsere Handys hatten wir zwar dabei, verstauten sie aber bei der Firma in Schließfächern. Nach der Exkursion ging es zurück in die Schule, wo wir noch zwei Stunden Unterricht hatten – natürlich wieder ohne Handy, das erneut in der Plastikbox landete.
Am Donnerstag machte sich bei vielen von uns Müdigkeit bemerkbar, aber auch eine gewisse Nervosität. Am Freitag erreichte die Unruhe ihren Höhepunkt, schließlich wussten wir, dass das Experiment bald zu Ende sein würde.
Fazit: Positiv war, dass wir in der handyfreien Woche viel mehr miteinander gesprochen haben als sonst. In den Pausen wurde nicht mehr aufs Handy geschaut, sondern gemeinsam „Uno“ oder „Stadt, Land, Fluss“ gespielt. Genau das hat diese Woche zu etwas Besonderem gemacht.
(fenl/ober)

